Am 30.11.2019 wird Ann Wiesental zum Thema „Awareness“ einen Workshop im Charles Bronson geben. Ann Wiesental lebt in Berlin und ist feministisch aktiv. Sie schreibt, hält Vorträge, veranstaltet Workshops und unterstützt Betroffene von sexualisierter Gewalt. Sie beschäftigt sich mit der Kritik der politischen Ökonomie von Marx und mit feministischem Materialismus. Von 2007 bis 2014 entwickelte und organisierte sie sechs Konferenzen zum Thema »Antisexistische Praxen«, in denen es um Unterstützungsarbeit für Betroffene von sexualisierter Gewalt ging, um Trauma, Awareness, Trans*diskriminierung, Rassismus und Sexismus, Umgang mit sexualisierter Gewalt in queeren Kontexten und Verschränkung von Diskriminierungen in Bezug auf sexualisierte Gewalt / Intersektionalität. 2007 rief sie anlässlich des Protests gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm die Antisexist Contact- and Awarenessgroup ins Leben, die Betroffene von Diskriminierung und sexualisierter Gewalt unterstützte. Ann Wiesental ist Mitgründerin des Netzwerk Care Revolution und aktiv im Feministischen Institut Hamburg.

2017 erschien im UNRAST Verlag Ann Wiesentals Buch „Antisexistische Awareness“:

Awareness meint nicht nur Achtsamkeit im Umgang mit Betroffenen von sexualisierter Gewalt und sexistischer Diskriminierung, sondern auch ein Bewusstsein für die herrschenden gesellschaftlichen Machtverhältnisse, in denen Sexismus und sexualisierte Gewalt keine individuellen Einzelfälle sind. In diesem Sinne ist Awareness eine Haltung und ein Handeln, das Verantwortung übernimmt und darauf reagiert, dass Übergriffe auch in unseren alltäglichen Umfeldern stattfinden.

Das Handbuch ›Antisexistische Awareness‹ richtet sich sowohl an Betroffene als auch an Unterstützer*innen. Es enthält praktische Tipps aus zehn Jahren antisexistischer Unterstützungsarbeit und ermutigt zur Bildung weiterer ›Awareness-Gruppen‹, die auf Partys, Festivals, politischen Camps, Konferenzen und dergleichen Angebote der Prävention und der Unterstützung machen.

————— WORKSHOP „AWARENESS“ 11 – 17 Uhr —————

Inhalt:
1) Kennenlernen und warum ist Awareness wichtig.
2) Einführung in die Unterstützungsarbeit, wie sieht ein erstes
Unterstützungsgespräch mit einer Betroffenen* aus, auf was ist zu achten. Parteilichkeit.
3) Definitionsmacht, wer entscheidet ab wann was Gewalt ist.
4) Partyawareness, was gehört zur Planung dazu.
5) Wie mit Personen reden, die diskriminiert haben, Gewalt ausgeübt haben. Transformative Arbeit mit gewaltausübenden Personen.
6) Abschliessendes.

Gut zu wissen:
• Jede*r ist eingeladen
• Die Teilnehmendenzahl ist auf 20 Personen beschränkt
• Anmeldung per Mail mit dem Betreff „WS Awareness 30.11.19“ an hello@djversity.de
• Teilnahmegebühr: 5,00 € (im Vorfeld zu überweisen)
• Workshopleitung auf deutsch

————— DJVERSITY! —————

In der halleschen Clubkultur sind Frauen* an den Plattentellern unterrepräsentiert. Als Netzwerk möchten wir sowohl inhaltlich als auch praktisch auf diesen Missstand aufmerksam machen: Darum bieten wir eine Plattform für Austausch, Diskussion und Aktion zu Feminismus in Club & Kultur.

www.djversity.de

djversity ist ein Projekt von Radio Corax in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Halle (Saale).

——— WAS UNS WICHTIG IST ———

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die der faschistischen Szene zuzuordnen sind oder durch rassistische, nationalistische, antisemitische, sexistische, homophobe oder sonstige menschenverachtende Äußerungen und Symboliken in Erscheinung treten, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen. Dies gilt auch, wenn eine Teilnahmegebühr bereits gezahlt wurde.

Wenn ihr belästigt oder diskriminiert werdet oder andere seht, die davon betroffen sind, sprecht unser Personal jederzeit an. So haben wir die Möglichkeit, einen Raum zu erschaffen, in dem wir uns alle wohl fühlen können – unabhängig von Geschlecht, Sexualität, Herkunft, Hautfarbe oder Schönheitsnormen.